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Arbeitsplatz

Am Laptop: SSH, zellij, mehrere Agenten

Mein Arbeitsplatz ist ein Terminal. Ich verbinde mich per SSH mit einer Drohne und starte dort zellij, einen Terminal-Multiplexer (ähnlich wie tmux, aber mit freundlicheren Voreinstellungen). In zellij laufen mehrere Tabs und Fenster, und in mehreren davon arbeitet je ein Claude-Code-Agent. Die Agenten starten bei Bedarf eigene Sub-Agenten für Recherche oder Reviews.

zellij hat einen wichtigen Nebeneffekt: Die Sitzung lebt auf der Drohne weiter, wenn die Verbindung abreißt. Laptop zuklappen, Zug fährt in den Tunnel, egal – beim nächsten Verbinden ist alles noch da, und die Agenten haben in der Zwischenzeit weitergearbeitet. Genau das hat mir bei GitHub Codespaces gefehlt: Dort lief Claude Code im Terminal von VS Code, und wenn die Verbindung abriss, war die Sitzung weg.

Meist habe ich mehrere Drohnen gleichzeitig offen, eine pro Projekt. Zwischen ihnen wechsle ich, wie man zwischen Kollegen wechselt: Wer ist fertig, wer hat eine Frage, wer braucht eine Entscheidung?

Agenten ohne Rückfragen

Claude Code fragt standardmäßig vor jedem Befehl und jeder Dateiänderung um Erlaubnis. In der Drohne schalte ich das ab (--dangerously-skip-permissions). Das klingt gefährlicher, als es ist, denn die Drohne ist die Sandbox:

  • Sie ist wegwerfbar und jederzeit aus der devcontainer.json neu baubar.
  • Der Code liegt in Git, und alles Wichtige landet über Pull Requests auf GitHub.
  • Ihr GitHub-Token reicht nur für die freigegebenen Repositories.
  • Alles, was meine Identität braucht, braucht meinen Finger.

Ein Agent, der ständig um Erlaubnis fragt, ist kein Agent, sondern ein sehr langsamer Kollege. Die Sicherheit kommt aus der Umgebung, nicht aus den Rückfragen.

Was Agenten mitbringen

Jedes Repository hat eine ausführliche CLAUDE.md mit Projektwissen, oft dazu eigene Skills und Sub-Agenten in .claude/. Meine persönlichen Konventionen (zum Beispiel testgetriebene Entwicklung, funktionaler Stil mit Effect, keine Klassen) liegen als Skill in meinen dotfiles und kommen über Hatchery in jede Drohne.

Unterwegs: Remote Control statt SSH

Vom Handy aus verbinde ich mich nicht per SSH. Ein Terminal auf dem Handy ist mühsam, und mein Schlüssel liegt ohnehin auf dem Mac. Stattdessen nutze ich die Remote Control von Claude Code: Ich schalte sie in einer laufenden Sitzung ein, und dann kann ich diese Sitzung in der Claude-App auf dem Handy weiterführen. Ich sehe, was der Agent tut, beantworte seine Fragen, gebe ihm die nächste Aufgabe.

Das funktioniert gut für das, was man unterwegs eigentlich tut: lesen, entscheiden, kurz etwas sagen. Spracheingabe auf dem Handy passt dazu.

Der Haken: Wenn der Agent meinen SSH-Schlüssel braucht, muss ich am Mac bestätigen. Vom Handy aus geht das nicht. In der Praxis stört das selten, denn die Arbeit des Agenten läuft über den Agenten-Kanal und braucht mich nicht.

Alternativen

  • VS Code Remote-SSH oder JetBrains Gateway. Funktioniert mit jeder Drohne, weil sie einen ganz normalen SSH-Server hat. Ich brauche die IDE nur selten, weil ich kaum noch selbst Code bearbeite.
  • tmux statt zellij. Genauso gut, wenn man es kennt.
  • Mobile SSH-Clients wie Blink oder Termius. Gehen, aber ein Agent will gelesen und gelenkt werden, nicht bedient. Dafür ist eine Chat-Oberfläche besser.